Infoveranstaltung für den Hochsauerlandkreis
Die Infoveranstaltung für die Schulen des Hochsauerlandkreises fand am 30. September 2009 im Kreishaus in Meschede statt. Lehrerinnen und Lehrer von 38 Schulen sowie 2 außerschulische Partner informierten sich über den neuen Kampagneabschnitt.
Martina Nolte, Rektorin im Schulaufsichtsdienst, hieß die Teilnehmenden willkommen. Sie führte aus, dass 24 Schulen im HSK über eine Teilnahme an der Kampagne nachdenken. 7 Schulen hätten sich schon für eine Beteiligung entschieden. Durch die Kampagne könnten Schulen ihr Profil in der Öffentlichkeit schärfen. Nicht zuletzt die Abschlussveranstaltungen mit der Vorstellung der durchgeführten Projekte böten hierfür eine gute Gelegenheit. In ihrer Zeit als Rektorin der Lioba-Grundschule in Warstein habe sie von der Kampagne im Internet erfahren und sei gleich interessiert gewesen. Projekte, die sich zum Beispiel mit einem Mehr an Bewegung und gesunder Ernährung an Schulen befassten, trügen zur Bildung für Nachhaltigkeit bei. So habe man an der Lioba-Grundschule unter dem Motto "Gesundes kann auch lecker schmecken" einen Frühstückskiosk eingerichtet, der sehr gut angenommen werde. Frau Nolte wies auf die Effizienz der NUA als Koordinierungsstelle hin und warb dafür, bei der Kampagne mitzumachen.
Vorstellung der Kampagne
Petra Giebel als Koordinatorin berichtete über Inhalte und Ziele der Schulkampagne. Träger seien das Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie das Ministerium für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz. Sie führte unter anderem aus, dass im Zeitraum 2006 bis 2008 über 200 Schulen an der Kampagne teilgenommen haben. Ziel sei es, viele Schulen in allen Kreisen und kreisfreien Städten von NRW zu erreichen. Wichtig sei die Beteiligung außerschulischer Partner. Für den neuen Kampagnenzeitraum 2009 2011 hätten sich bereits 130 Schulen, davon 7 aus dem HSK angemeldet. Die Online-Anmeldung bei der NUA unter www.schule-der-zukunft.nrw.de ende am 31.12.2009.
Auch bereits angefangene Projekte könnten im Rahmen der Kampagne weitergeführt, vorgestellt und ausgezeichnet werden. Kriterien bildeten ökologische, ökonomische, soziale und globale Aspekte, wovon zwei dieser Aspekte im Projekt zu berücksichtigen seien. Ausgezeichnet wird eine Schule, wenn sie ihr Projekt bearbeitet und in einer Schlussdokumentation vorgestellt hat. Den Schulen biete die NUA umfangreiche Unterstützung bis hin zu Fortbildungsveranstaltungen an. Am Ende der Kampagne finden Abschlussfeiern statt, auf denen die Schulen mit dem Titel "Schule der Zukunft" ausgezeichnet werden und Urkunde, Hausschild und Fahne überreicht bekommen.
Vorstellung von Projekten
Unter der Moderation von Friedhelm Schumacher, der die außerschulischen Lernorte im HSK vertritt, wurden Projekte vorgestellt. Die Gesamtschule Berge-Grevenstein hat bereits Kampagnenerfahrung: Friedhelm Baumhöfer führte aus, dass es gar nicht so schwer sei, Themen zu finden. So habe er mit Schülerinnen und Schülern Projekte wie "Recycling in der Schule und zu Hause" und "Solarenergie die Alternative zu den Klimakillern" bearbeitet. Auch habe man mit großer Begeisterung einen Umweltlehrpfad angelegt.
Die Verbundschule Alme-Madfeld-Thülen hat sich schon vor ein paar Jahren mit dem Thema "Mülltrennung" beschäftigt. Es folgten Projekte zum Wald, Klimawandel und zur Energie. Ein bemerkenswertes soziales Projekt stellt der so genannte Sponsorenlauf dar. Das eingenommene Geld wurde einem Kinderhospiz zur Verfügung gestellt bzw. für Lehr- und Sportmaterialien ausgegeben. Das "Comenius-Projekt", das für lebens-langes Lernen steht, fördert die Schulpartnerschaft mit sechs europäischen Ländern. Hierbei lernen Schülerinnen und Schüler andere Kulturen und den Umgang mit elektronischer Kommunikation kennen.
Auch die Heinrich-Lübke-Hauptschule Brilon hat sich bereits mit dem Projekt "Mülltrennung" befasst. Weitere Themen sind der Umgang mit Papier sowie die Gründung einer Schülerfirma.
Unter dem Namen "Schlaufüchse" hat die Ganztags-Hauptschule Siedlinghausen eine Schülerfirma gegründet. Sie vermittelt nachhaltiges Wissen über ökonomische Themen, gibt praktische Berufsorientierung und regt die Kinder an zu organisieren, planen, kooperieren, kommunizieren und zu präsentieren. Juristische und wirtschaftliche Fragestellungen wurden durch das Landesprojekt "Go! to school" unterstützt. Bei weiteren Projekten ging es u.a. um Gesunde Ernährung, Einsatz für Senioren, Schul-Umfeldgestaltung und Energien der Zukunft.
Friedhelm Schumacher berichtete über das "Handlungsorientierte Konzept zur Nutzung außerschulischer Lernorte": So hat die Ganztags-Hauptschule-Siedling-hausen Kontakte zu außerschulischen Partnern wie z.B. der Jugendherberge Brilon, dem Wildpark Vosswinkel, dem Jugendwaldheim Obereimer und dem LIZ Wasser und Wald Möhnesee geknüpft. Vertreter/innen dieser Partner stellten dann ihre Leistungen und Angebote zur Bildung für Nachhaltigkeit vor.
Martina Nolte bedankte sich abschließend bei Friedhelm Schumacher, Petra Giebel und allen anderen Berichterstattern für ihre Beiträge. Nach Abfrage stellte sich heraus, dass viele der Teilnehmenden schon ähnliche Projekte gekannt oder durchgeführt haben. Die Lehrerinnen und Lehrer standen einer Teilnahme an der Kampagne mehrheitlich positiv gegenüber, wenn die Unterstützung der Schule gewährleistet sei.