Schule der Zukunft

Bildung für Nachhaltigkeit

 

Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit

Infoveranstaltung für Schulen der Stadt Bonn

Die Infoveranstaltung für die Schulen der Stadt Bonn fand am 22.09.2009 im Alten Rathaus statt. Etwa 100 Gäste aus Schulen der Stadt Bonn und ihren Partnern waren erschienen, um sich über den neuen Kampagneabschnitt zu informieren. Die meisten Schulen haben bisher noch nicht an der Kampagne teilgenommen.

Sabine Lukas vom Agenda-Büro der Stadt Bonn begrüßte die Gäste und moderierte die Veranstaltung. Angelika Maria Wahrheit, Beigeordnete der Stadt Bonn, hob in ihrer Ansprache hervor, dass die Kampagne dazu beitragen soll, die Lebensqualität der zukünftigen Generation zu sichern. Schon im Kindergarten und in der Schule müsse man Bildung für Nachhaltigkeit vermitteln. Die Jugendlichen müssten Werte kennen- und schätzen lernen sowie Anregungen bekommen, sich in der Gesellschaft zu engagieren. Die Stadt Bonn sei als Zentrum der Bildung für nachhaltige Entwicklung ein Mittelpunkt der Kampagne. Frau Wahrheit dankte allen Gästen für ihr Erscheinen und wies auf die Abschlussveranstaltung im Jahre 2011 hin.

Dr. Norbert Reichel, Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, wies auf die kompetente Koordination der Kampagne durch die NUA und die Koordinatorin Petra Giebel hin. Die örtliche Unterstützung durch die Stadt Bonn als Geschäftsstelle der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" bringe die Kampagne voran. Dr. Reichel wies darauf hin, dass die Kampagne so zu verstehen sei, dass jede Schule mit ihrem Projekt ein selbst vorgegebenes, nicht ein von außen vorgeschriebenes Ziel erreichen soll. Ein wichtiges Thema sei die Veränderung des Klimas und ihre Folgen. Es sei höchste Zeit, Anpassungsstrategien zu entwickeln. Deshalb sei jede(r) Bürger(in) aufgefordert, durch geeignetes Konsumverhalten selbst einen Beitrag zur Lösung von Klimaproblemen zu leisten. Die Kampagne biete hier ein weites Feld von Möglichkeiten.

Markt der Möglichkeiten

Schulen, die mit einer Ausnahme noch nicht an der Kampagne teilgenommen haben, zeigten Projekte, die für die Kampagne geeignet sind: Die Themen reichten von "Der Tropenwald beginnt bei Ihnen zu Hause" über "Restaurieren eines Kfz", "Wie kommt Neues in die Welt" bis zum "Laden für umweltfreundliche Schulmaterialien". Die Lehrkräfte begrüßten den interessanten Einblick in das reichhaltige Angebot möglicher Themen.

Petra Giebel, Natur- und Umweltschutz- Akademie, stellte dann als Koordinatorin die Kampagne vor. Sie führte unter anderem aus, dass im Zeitraum 2006 bis 2008 bereits über 200 Schulen aus ganz NRW teilgenommen haben. Sie sind in Abschlussveranstaltungen mit dem Titel "Schule der Zukunft" ausgezeichnet worden.

Es folgten Ausführungen über die Struktur der Kampagne und Projekte: Ziele, Kriterien, Ergebnisse, Auszeichnung, Zeitfenster, NUA-Unterstützung, Partner, Vernetzung. Frau Giebel warb dafür, dass sich im neuen Kampagnezeitraum möglichst viele Schulen aus Bonn anmelden.

Drei Projekte wurden anschließend näher vorgestellt. Herr Eberhardt von der Erich-Kästner-Schule in Bonn berichtete zusammen mit einer Trainerin für Globales Lernen über das Projekt "Langeoog-Kids", in dem Schülerinnen und Schüler Themen zur Geographie der Insel erarbeiteten. Lehrerin Frau Bonn und die Schüler Marcel und Timo züchten in der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel Kresse, die sie in kleinen, umweltgerechten Töpfchen pflanzen, an Kunden mit dem Fahrrad ausliefern und verkaufen. Oliver Günther hat mit Schülerinnen und Schüler der Handelsschule am Friedrich-List-Berufskolleg das "Fair Café" eingerichtet. Es wird auch von ihnen betrieben mit allem, was dazugehört: Einkauf von Waren, Verkauf, Abrechnung, Pflege des Raums, etc.

Frau Inês Ulbrich vom Dezernat Umwelt und Gesundheit der Stadt hielt einen kurzen Vortrag über die Aktivitäten der Stadt Bonn im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie hob hervor, dass mehrere Ämter an der Kampagne beteiligt seien. Die Stadt Bonn biete zum Beispiel eine Abfallberatung für Schulen an, betreibe Umweltbildung vor Ort, führe das "Haus der Natur" und beschäftige eine Kinder- und Jugendbeauftragte. Alle diese Aktivitäten könnten mit der Kampagne verknüpft werden. Abschließend wünschte Frau Ulbrich der bevorstehenden Kampagne viel Erfolg.

Bilder

Sabine Lukas Angelika M. Wahrheit Dr. Norbert Reichel Markt der Möglichkeiten

Markt der Möglichkeiten Marcel und Timo werden befragt Inês Ulbrich

 
Stand: 19.12.2011 - © NUA NRW